Ruckeln im RSS Räderwerk

Schon einmal diese kleinen orangen Icons gesehen?
Über zwei Jahre ist es her, dass Google seinen beliebten und weit verbreiteten RSS Reader eingestellt hat (Google Reader Alternativen bei Caschy). Inzwischen hatte ich mich mit Vienna RSS auf dem Mac, Inoreader und diversen Browser-Erweiterungen zum Abonnieren der Aktualisierungen angefreundet.

Nun gewinne ich das Gefühl, dass RSS im Netz – zumindest von den Großen – zunehmend stiefkindlich behandelt wird.
Wer nicht weiß, was es mit dieser Art von Site Summaries auf sich hat, sei wie immer auf den passenden Wikipedia Artikel verwiesen. (Und als Abschweifung auf die Geschichte von Aaron Swartz, der schon als Jugendlicher Koautor der RSS-Spezifikation 1.0 war.)

Ein spezieller Vorteil von RSS ist Syndication, vereinfacht gesagt eine Möglichkeit, Inhalte aus unterschiedlichen Quellen nahtlos zusammenzufügen.
Das machte mir mit Yahoo Pipes besonders Spaß. Yahoo Pipes wurde allerdings seit 01.11.2015 fast vollständig deaktiviert (nur hin und wieder tröpfelt etwas durch existierende Pipes).
Twitter hat bereits im Juni 2013 die Auslieferung per RSS eingestellt (lesenswert Dieter Bohn bei The Verge: Why RSS still matters).
Schließlich kommt auch der verunglückte Last.fm Relaunch (zunächst?) ohne RSS-Feeds, die für mich einen großen Teil des Charmes diese Musikdienstes ausgemacht haben.
Das hat mir meine ausgeklügelten RSS-Konstrukte ganz schön durcheinander gewürfelt. Und so weiter und so fort. Da geht es hin, das freie Web.

Socialbar auf Zukunftstour

Am 25. Juni findet die Socialbar Bremen als Sonderveranstaltung im Rahmen der Zukunftstour statt. Die ZukunftsTour wird organisiert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es geht darum, globale Zusammenhänge zu verstehen, zu hinterfragen und erlebbar zu machen.

Zeit und Raum: Donnerstag, 25.06.2015, ab 19.00 Uhr im Alten Fundamt (Auf der Kuhlen 1a, 28203 Bremen).

Zukunftstour

Wie immer haben wir spannende Vorträge auf der Agenda: Wir erfahren, ob über Serious Games und Gamification mehr Menschen für Nachhaltigkeit begeistert werden können, wie Greenpeace Jugendliche online für Modealternativen mobilisieren will und welche neuen Wege die mediengestützte Nachhaltigkeitsbildung beschreitet.

In seinem Vortrag berichtet Dr. Jan Oehlmann (nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen) von aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich Serious Games und Gamification. Welche Zielgruppen können erreicht werden? Kann das Spielen von Serious Games zu Verhaltensänderungen in Richtung mehr Nachhaltigkeit führen? Was sind die Dynamiken von Gaming, die diesen Ansatz so erfolgreich machen?

Hanno Groth wird davon erzählen, wie sich Greenpeace mit der Detox-Kampagne seit drei Jahren für eine saubere Textilindustrie engagiert und welche Rolle wir Konsumenten dabei spielen. Anhand einer neuen Greenpeace-Studie wird die Rolle digitaler Medien beim Modekonsum von Jugendlichen beleuchtet: Wie können Jugendliche mit Hilfe von Online-Kommunikation zu Veränderung ihres Konsumverhaltens gebracht werden? Welche Ansätze haben sich in der Vergangenheit als wenig erfolgreich erwiesen?

Nadine Dembski (Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit) berichtet vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen über aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich der digitalen Nachhaltigkeitsbildung.